bibel

Erstaunlich schnell wandeln sich die Erzieherinnen im Frankfurter Bibelhaus in Gäste von Abraham und Sarah und lassen sich in deren Nomadenzelt einladen. Pfarrer Veit Dinkelaker erzählt bei seiner Führung von orientalischer Gastfreundschaft, damaligen Sitten und Gebräuchen bis hin zu einer spannenden biblischen Besuchsgeschichte. "Da eilte Abraham zum Zelt, zu Sara, und rief: 'Beeil dich, drei große Krüge Mehl, das feinste, knete Teig und mach Fladenbrot." - so heißt es in der Bibel. Im Frankfurter Nomadenzelt probieren wir selbst, Körner zu Mehl zu malen - gar nicht so leicht! Wir genießen die Stimmung im Zelt und erfahren, wieso Sara mithören konnte, als die Besucher ihrem Mann erzählten, dass sie in ihrem hohen Alter noch schwanger werden soll. Kurz zuvor fiel auch Abraham "auf sein Angesicht, lachte und dachte in seinem Herzen: 'Soll etwa ein 100-Jähriger Kinder machen? Oder soll Sara, eine 90-Jährige gebären?'" Doch: Ist für Gott eine Sache zu wunderbar?

Diese Frage sollte uns durch den Tag hindurch begleiten. Besonders nah auf den Leib rückte sie im Nachbau eines antiken Bootes vom See Gennesaret: in diesem Boot sitzen und die Geschichte von der Sturmstillung hören - da vermischen sich auf einmal damalige und heutige Ängste - damaliges und heutiges Gottvertrauen!
Mit einem Koffer voller neuer Ideen kehrten die Erzieherinnen zurück in ihre Kitas. Durch einen Vor- und einen Nachbereitungstag gut ausgestattet mit Methoden, um die alten Geschichten für die Kinder neu lebendig werden zu lassen. Auch die beiden, die zu der Reise eingeladen hatten, waren mit dieser weiteren Kooperationsveranstaltung zufrieden: Cornelia Wiest, Fachberaterin der Diakonie Hessen für Kindertageseinrichtungen, und Dr. Heike Radeck, Beauftragte der Bibelgesellschaft Kurhessen Waldeck.

Am 31. August haben wir in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar 200 Jahre bibelgesellschaftliche Arbeit in Kurhessen-Waldeck gefeiert. Dankbar blicken wir auf einen gelungenen Festtag mit über hundert Gästen zurück!

 

 

 

Foto: medio.tv/Schauderna
Die Festrede hielt Frau Prof. Dr. Julia Helmke, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, zum Thema: Die Bibel und das Geheimnis ihrer unerschöpflichen Aktualität.
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Dr. Christoph Rösel, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, würdigte in seinem Grußwort die Arbeit der lokalen Bibelgesellschaften und stellte in einem Workshop die BasisBibel als die neue Übersetzung für das 21. Jahrhundert vor.

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Schülerinnen und Schüler trugen im Gottesdienst ihre Bibel-Poetry-Slams vor, die sie im ganztägigen Workshop mit dem Schriftsteller und Slam-Poeten Bastian Böttcher erarbeitet hatten.

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Bischof Prof. Dr. Martin Hein predigte im Festgottesdienst in der Christuskirche. Mit dem Gottesdienst gingen die Feierlichkeiten zu 200 Jahren bibelgesellschaftlicher Arbeit in Kurhessen-Waldeck zu Ende.

 

"Das ist ja wie eine Oase hier." So bekamen wir es auf dem Hessentag in Korbach oft zu hören. Unsere Bibeldruckpresse hatte ihren Platz mit auf der "Klangmeile" vor der Kilianskirche gefunden. Ein grünes Halbrund mit einer wunderschönen Linde, die zum Plauschen auf den dort aufgestellten Gartenbänken einlud. Die Korbacher Kilianskirche war von dem Frankfurter Komponisten und Sounddesigner Parviz Mir-Ali in eine Klangkirche verwandelt worden und erwies sich als regelrechter Publikumsmagnet.

Auch die Bibeldruckpresse konnte sich über reges Interesse freuen. Vor allem Kinder und Familien hatten viel Spaß daran, selbst einen biblischen Text zu drucken- fast wie zu Gutenbergs Zeiten. Und immer wieder gab es den überraschten Ausruf: Das ist ja viel besser als eine Kopie! Neben allem Interesse an dem alten Druckverfahren und seiner Technik gab es auch gute Gespräche über die Bibeltexte, die wir zum Thema "Klang" ausgesucht hatten. Natürlich hatten wir auch ein offenes Ohr für kritische Töne, die hier ebenfalls laut werden durften. Und wir haben uns gemeinsam über den gelungenen Hessentag gefreut!

 

Mehr zur Klangkirche und einen Rückblick auf die Highlights finden Sie unter: klangkirche.com

 

Fachtag Kinderbibel neu

 

von li: Mathias Jeschke, Tanja Jeschke, Heike Radeck, Regine Haber-Seyfarth, Frank Muchlinsky

 

Fachtag: „Feuer fangen für die "Kinder-Bibel“

 

Der Funke ist übergesprungen: über hundert Erzieherinnen durften wir in Marburg begrüßen! Tanja Jeschke, Autorin der Kinderbibel „Die große Bibel für Kinder“ gab einen Einblick in ihre Zusammenarbeit mit der Illustratorin Marijke ten Cate und verriet: Die Bilder waren zuerst da. Das führte zu einer lebendigen Diskussion über die Auswahl von biblischen Geschichten für Kinder. Wieso ist etwa das Buch der Offenbarung in diese Kinderbibel mit aufgenommen? Tanja Jeschke: Damit wird der Bogen von der Schöpfung hin zum Reich Gottes gespannt. Die Kinder sollen erfahren, dass sie Hoffnung auf eine Zukunft in Gemeinschaft mit Gott haben dürfen.

Frank Muchlinsky, Redaktionspfarrer bei evangelisch.de, merkte kritisch an, dass keine (noch so gute) Kinderbibel den eigenen Zugang zu biblischen Geschichten ersetzen kann. Er betonte: „Nur was uns selbst einleuchtet, können wir überzeugend an die Kinder weiter geben.“ 

In einem Bibliolog zur Geschichte des verlorenen Sohns entdeckten die Erzieherinnen zahlreiche Deutungs-Varianten auf dem Hintergrund ihrer eigenen Lebensgeschichte. Am Nachmittag erprobten sie weitere Inszenierungsmöglichkeiten biblischer Geschichten, so etwa mit Klang oder der Methode der Jeux Dramatiques. In der abschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Frage, was bei den Kindern mit einer lebendigen Bibelerschließung erreicht werden soll. Zu unserer Überraschung landeten wir bei Beispielen, die einen Einblick in den Glauben von Kindern erlaubten. „Du, bete!“, sagte ein Kind in einer kritischen Situation zum Pfarrer in der Kita. Und als er still die Hände faltete, fügte es hinzu: „Aber laut!“

Zum Abschluss waren sich die beiden Leiterinnen: Regine Haber-Seyfarth (Diakonie Hessen) und Dr. Heike Radeck (Bibelgesellschaft Kurhessen Waldeck) einig: Das war ein gelungener Fachtag, wir setzen unsere Zusammenarbeit fort!

 

 

 

Am 19. Februar 2017 wurde Pfarrerin Dr. Heike Radeck im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Marburger Elisabethkirche in ihr neues Amt als Beauftragte der Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck eingeführt. Der einführende Pfarrer Reinhard Brand sagte in seiner Ansprache: "Es gehört zu den nachhaltigsten Folgen der medialen Revolution der Reformation, dass allen Christenmenschen die Bibel als Lese- und Lebensbuch anvertraut ist." und weiter: "Die Frage, wie jemand die Bibel liest, führt über die Klärung eines Sachverhalts weit hinaus. Sie rührt an Grundfragen der Hermeneutik. In der Stadt Rudolf Bultmanns weiß man, dass in der hermeneutischen Frage immer auch unsere eigene Existenz mit angefragt ist." Grußworte des Vorsitzenden der Bibelgesellschaft, Dekan i.R. Rainer Staege, und des Bürgermeisters von Marburg, Dr. Franz Kahle, rundeten den Festgottesdienst ab.

Lutherbibel 2017

Das Erscheinen der revidierten Lutherbibel 2017 war einer der großen Höhepunkte des Jubiläums 500 Jahre Reformation.
Die revidierte Ausgabe wurde vollständig überprüft und ist nun durchgehend auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Dabei wurde die vertraute und eingängige Luthersprache vielfach wiederhergestellt.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung ist das Original, der Klassiker und das Kulturgut unserer Zeit.

Die neue Lutherbibel als App für Smartphones bleibt weiterhin kostenlos! In der erneuerten Version können Sie sogar die Lutherbibel 1984 sowie die Gute Nachricht Bibel als weitere Bibelübersetzungen kostenlos in die App laden. Der Name der neuen App: Die-Bibel.de. (Mehr Informationen zur App und zur Lutherbibel)